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Das etwas andere Arztgespräch

Es war wie immer ausser das es heute das letzte mal sein sollte. Hinlegen, Maske drüber ( die ist zum fixieren des Kopfes, damit der Tumor im Hals sicherer getroffen wird ) , Gesicht richtig reinpressen und los geht es. Einen Moment später, eingenickt, dann das Summen von den Strahlen, fast hoch geschreckt. Ich dachte es wäre schon vorbei, da wurde noch aus drei anderen Positionen bestrahlt. Zum Ende wünscht mir die Mitarbeiterin alles gute und verabschiedet sich recht herzlich von mir, ist eine Nette.

So hab ich mich wieder in den Wartebereich gesetzt und auf das Abschlussgespräch gewartet. Den coolen Doc sehe ich, von weitem kann ich hören wie Er sich mit einem Kollegen über mich unterhält, dann ist er weg. Dachte… wie jetzt, ich soll mein Arztgespräch haben und der geht einfach ????  Sein Kollege ruft mich ins Arztzimmer, höffliche Begrüßung, dann liest Er erst mal in der Akte. Gut das macht Sinn und sollten die Ärzte öfter machen bevor Sie das Gespräch beginnen, meiner Erfahrung nach ist es oft anders herum. Dann kommt das Gespräch, oder besser gesagt Er redet und liest dann meine Texte, weil reden geht ja nicht.

Doc : Wie geht es Ihnen? Sie sind gekommen weil Sie Blutungen und Schmerzen hatten und unser Ziel war es dies zu lindern bzw. die Beeinträchtigungen durch den Tumor zu veringern.

Ich: Mir geht es gut, ich habe schon lange  keine Blutungen mehr ,seit vor Weihnachten kann ich von Tag zu Tag besser essen und trinken. Schmerzmittel brauche ich seit gut einer Woche nicht mehr.

Er schaut noch mal in die Akte, dann sieht Er sich meinen Hals von aussen und den Mundinnenraum genauer an. Und überlegt eine Weile.

Doc: Sie hatten Heute Ihre letzte geplante Bestrahlung. Wollen Sie noch vier weitere?

Ich: Ich bin kein Arzt, woher soll ich wissen ob ich noch weiter brauche? Sie sind doch der Arzt.

Er muss schmunzeln.

Doc: Sie haben bis jetzt 50Gray in 25 Bestrahlungen bekommen, geplant waren 40gray damit es nicht zu Komplikationen kommt, was in Ihrem Fall zu erwarten war. In den letzten Sitzungen haben wir auf Grund Ihres guten gesunheitlichen Zustandes ( Mittwoch war ein Arztgespräch, also 10gray zusätzlich über 3 Sitzungen) auf eine Gesamtdosis von 50gray erhöht. Sie haben aktuell keine Schmerzen?

Ich: Nein

Doc : Gut dann würden Wir gerne 4 weitere Sitzungen machen und die Gesamtdosis auf 70Gray erhöhen. Da Ihr Sarkom eingentlich nicht gut auf Bestrahlung anspricht benötigt man mind. 50Gray um überhaupt etwas zu bewirken, die sind bei Ihnen nun erreicht. Hinzu kommt das die Bestrahlung im Halsbereich oft nicht so gut vertragen wird und 50gray meist das Maximum ist um es einigermaßen händeln zu können. Sie jedoch schon, sie sind noch schmerzfrei und haben keine Hautirritation oder sonstige Beeinträchtigungen. Sind sie bereit 4 weitere Sitzungen bis zu einer Gesamtdosis von 70Gray in den kommenden Tagen zumachen?

Ich etwas überrascht : Ja

Doc : Ich muss das noch mit der Oberärztin absprechen.

Nach gut fünf Minuten, kommt Er wieder ins Arztzimmer. Sieht mich genau an.

Doc : Wir werden noch 3 Sitzungen machen und wenn Sie diese gut vertragen haben können Sie am Freitag zu einer weiteren zusätzlichen kommen, wenn Sie wollen.

Ich : Gut so machen wir das.

Gut was hätte ich auch sonst sagen sollen, war von seinen Aussagen etwas überrumpelt und Ich will das Ding inn mir ja schon los werden. Aber irgendwie hab ich das Gefühl das die Ärzte es nicht ganz verstehen können das es mir so gut geht. Das allerdings ist ja deren Problem, meinem lieblings Strahlenarzt ( der heute keine Zeit hatte, hört die gleiche Mucke und kennt Soul Bottel soulbottles , also ein dicker Stein im Brett…. bei mir ) hab ich es ja erklärt und er sagte : das ist echt starkter  Tobak. Hat sich aber doch lieber mal den Namen des Buches

Krebszellen mögen keine Himbeeren von Richard Béliveau; Denis …

( was ich seit meiner Ernährungsumstellung, aus dem Buch intensiv umgesetzt habe, das berichte ich in einem anderen Beitrag)

aufgeschrieben, weil Er es ja gut findet, es aber mit der Schulmedizin nur schwer vereinbar ist.

Wie dem auch sei, die nächsten Tage heist es für mich, extrem viel Gutes essen und trinken, damit die Situation nicht kippt.

Also…… gesunde Lebensmittel ……..volle Kraft vorraus……. 🙂

 

 

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